FAQ

Die häufigsten Fragen und Antworten zu Bio-Holz&Stoffspielzeugen, die du vordem Kauf lesen solltest.

Holz ist ein Jahrtausende alter Werkstoff aus der Natur. Wenn wir sorgsam damit umgehen, können wir es für immer nutzen. Jedes Holzspielzeug hat seine eigene Geschichte und ist durch Maserung, Struktur und Farbunterschiede ein Unikat. Holz ist ein sehr stabiles Material aus der Natur, kann aber bei starker Krafteinwirkung auch brechen oder splittern. Der Vorteil dieses Naturmaterials ist jedoch, dass es leicht und dauerhaft repariert werden kann. Abhängig vom Schaden können Sie es einfach mit Holzleim reparieren.

Aus eigener Erfahrung und aus Berichten unserer Kunden wissen wir, dass Kinder, die ihr Spielzeug selbst reparieren oder bei der Reparatur helfen, eine viel intensivere Beziehung zu ihrem Spielzeug haben. Bitte lassen Sie Ihr Kind aber nie unbeaufsichtigt mit ihrem Werkzeug.

Natürlich können Sie sich jederzeit an uns wenden, wenn ein Spielzeug kaputt geht, wir helfen Ihnen gerne weiter.

Als Anbieter von Bio-Spielzeug prüfen wir natürlich alle Produkte genau, testen sie und entscheiden dann, was in unseren Shop darf. Lacke müssen auf Wasserbasis und speichelfest sein. Bei manchen Spielzeugen macht es Sinn, dass sie lackiert sind, da sie oft draußen im Garten auf der Wiese oder im Sandkasten vergessen werden. Durch die Lackierung sind sie länger vor Feuchtigkeit geschützt und damit länger haltbar. 

Wir vertreiben in erster Linie bunt lasiertes und biologisch gefärbtes Holzspielzeug. Natürliche Wasserlasuren enthalten feinste Farbpigmente aus der Natur, die in Wasser gelöst sind. Diese Farbpigmente sind sogar so fein, dass sie in die Poren des Holzes eindringen können.

Das Holzspielzeug wird in die Wasserlasur getaucht, das Holz nimmt das Wasser mit den fein gelösten Pigmenten auf. Anschließend wird das Spielzeug zum Trocknen aufgestellt oder aufgehängt. Während des Trocknungsprozesses verdunstet das Wasser wieder aus den Holzporen, bis das Holz vollständig trocken ist. Zurück bleiben jedoch die Farbpigmente, da diese nicht verdunsten können. Im Grunde ist es wie beim Verschütten von Rotwein: Die Flecken bleiben, auch wenn die Flüssigkeit verdunstet ist :-). Leider bleiben die Farbpigmente nicht nur in den Poren des Holzes, denn das Holz kann nicht immer alles aufnehmen. Je nachdem, wie trocken oder feucht es vor dem Einfärben ist, bleibt auch an der Oberfläche quasi eine dünne Pigmentschicht zurück, die anfangs zu Verfärbungen führen kann. Mit der Zeit verschwindet die überschüssige Pigmentschicht auf der Oberfläche und das Spielzeug färbt nicht mehr ab. Zu beachten ist, dass natürliche Beizen für Kinder völlig unbedenklich sind.

Das Holz der Holzspielzeuge, die wir vertreiben, ist meist noch mit Öl oder Wachs veredelt. Es können z.B. Leinöl, Bienenwachs oder pflanzliche Wachse verwendet werden. Bei der Veredelung mit Ölen werden die Holzfasern sozusagen verschönert. Das heißt, das Holz erhält eine kräftigere Färbung und die Maserung des Holzes kommt besser zur Geltung. Durch das Wachsen erhält die Holzoberfläche einen gewissen Glanz. Dieser Glanz reicht von seidenmatt bis seidenglänzend. Er ist abhängig von der Dicke der Wachsschicht und davon, ob sie poliert wurde. Beide Verfahren - das Ölen und das Wachsen - schützen das Holz auch bis zu einem gewissen Grad vor Feuchtigkeit.

Wie bereits bei der Beschichtung und Veredelung mit Wasserlasuren erwähnt, kann es anfänglich zu einer Abfärbung des Spielzeugs kommen, da bei natürlichen Wasserlasuren auf Zusatzstoffe wie Bindemittel oder Härter verzichtet wird. 

Nach dem Einfärben und Trocknen mit Naturfarben verbleibt eine gewisse Farbschicht auf dem Spielzeug, die jedoch mit der Zeit von der Oberfläche abgerieben wird, so dass keine Abfärbungen mehr auftreten. Man kann diesen Vorgang auch beschleunigen, indem man das Spielzeug mit einem sauberen, nebelfeuchten, fusselfreien Tuch abreibt oder abwischt. Bei uns haben sich alte, zerrissene T-Shirts oder Geschirrtücher bewährt. Was bei den Spielsachen unserer Kinder auch funktionierte, war das Abreiben der bunten Bauklötze im Sandkasten mit Sand. Hier war der Sand natürlich sauber und trocken. 

Auch hier wieder der Hinweis, dass die Farben völlig unbedenklich und natürlich sind. Ein anderes Verfahren zum biologischen Färben von Holzteilen, das eine Anfangsverfärbung komplett verhindert, gibt es unseres Wissens leider nicht und so kann dieses Phänomen bei allen Herstellern auftreten, die ihre Holzartikel natürlich und biologisch färben.

In der Regel handelt es sich bei den Ölen, mit denen Holzspielzeug behandelt wird, um biologische und natürliche Öle, z. B. Leinöl. Dieses ist frei von Zusätzen. Es ist praktisch das gleiche Öl, das Sie zu Hause für Ihren Salat verwenden. Wenn Sie zu Hause Ihre Ölflasche öffnen und daran riechen, werden Sie feststellen, dass auch dieses Öl seinen eigenen Geruch hat. 

In Kombination mit den im Holz enthaltenen Gerbstoffen, die sich lösen und mit dem Öl vermischen, kann dieser Geruch als unangenehm empfunden werden. Da man auch von Spielzeug gewohnt ist, dass es überhaupt nicht riechen soll, wird hier empfohlen, das Spielzeug gut zu lüften und mit einem fusselfreien Tuch abzureiben. Das Tuch darf auch feucht sein. Nach ca. 2 Wochen sollte sich der Geruch verflüchtigt haben. 

Je biologischer und natürlicher die zu verarbeitenden Materialien sind, desto eher ist mit einem Anfangsgeruch zu rechnen. Das liegt daran, dass sich die Natur und unsere Umwelt immer durch ihre Düfte und Gerüche ausdrücken. Ohne chemische Behandlung sind diese Gerüche nur schwer zu beseitigen. Wir bitten Sie daher, diese Gerüche nicht als Qualitätsmangel anzusehen oder gar zu befürchten, dass sie gesundheitsschädlich sein könnten. Das Gegenteil ist der Fall.

Unbehandeltes Holz ist für Babys und Kleinkinder natürlich am besten geeignet, denn unbehandelt kommen die positiven, antibakteriellen Eigenschaften des Holzes am besten zur Geltung. So ist es zum Beispiel beim Zahnen gut geeignet.

Bei unbehandeltem Holz ist es wichtig, dass es nicht dauerhaft Feuchtigkeit ausgesetzt wird. Das heißt nicht, dass es kaputt geht, wenn es nass wird. Ich habe schon öfter Holzspielzeug aus der Regentonne fischen müssen. Es kann problemlos an der Luft trocknen.

Der Vorteil der Veredelung mit Öl oder Wachs ist, dass so die Widerstandsfähigkeit des Holzes vor Umwelteinflüssen erhöht wird und die Maserung besser zur Geltung kommt. Da die Wachse und Öle bei unseren Holzspielsachen absolut unbedenklich sind, ist es persönliche Geschmackssache, was Sie lieber möchten.

Holzspielzeug kann mit einem leicht feuchten Tuch gereinigt werden. Bei unbehandeltem Holz ist auch ein Abschleifen mit Sandpapier (Körnung 280) möglich, wenn Ihr Kind das Spielzeug beispielsweise angemalt hat, was häufig vorkommt. Beim Schleifen ist zu beachten, dass bei älterem Holz die geschliffene Stelle etwas heller wird. Dies gleicht sich jedoch nach einigen Monaten wieder aus. Wurde das Holz geölt, kann die geschliffene Stelle mit handelsüblichem Lein- oder Rapsöl nachbehandelt werden. Dazu einfach ein fusselfreies Baumwolltuch mit etwas Öl beträufeln und über die geschliffene Stelle reiben, bis sich die Farbe angeglichen hat. Bei gefärbtem Holz ist das Abschleifen nicht zu empfehlen. Wenn Sie Spielzeug (Stoff oder Holz) desinfizieren wollen, können Sie es in einem Gefrierbeutel für 24 Stunden in die Tiefkühltruhe legen. Kleintiere wie Milben sterben dabei vollständig ab. Ebenso einige Mikroorganismen wie Keime und Bakterien.

Für die Reinigung von Kuscheltieren und Stoffspielzeug beachten Sie bitte die Angaben des Herstellers auf dem Wäscheetikett.

Wichtig zu wissen ist, dass der Wollwaschgang bei 30°C in der Waschmaschine bei reduziertem Schleudern um vieles schonender ist, als Handwäsche. Bei Handwäsche neigt man dazu, zu heißes Wasser zu verwenden, was schlecht für das Material ist. 30° temperiertes Wasser fühlt sich an der Hand kühl an. Als Waschmittel verwenden Sie einfach ein wenig Haarwaschmittel. Wichtig bei Handwäsche ist auch, dass Sie das Spielzeug nicht im Wasser liegen lassen. Denn dadurch kann es zu unerwünschten Verfärbungen der Naturmaterialien kommen, die nicht wieder rückgängig gemacht werden können. Aus diesem Grund empfehlen wir bei dem Pflegehinweis Handwäsche den Wollwaschgang der Maschine bei reduziertem Schleudern und eine Temperatur, die nicht wärmer als 30°C ist.

Beim Waschen von Wärmekissen mit Kirschkern-, Dinkel- oder Hirsefüllung, entfernen Sie vor dem Waschen unbedingt das Inlett mit den Kernen. Bitte waschen Sie nur die Hülle des Wärmekissens.

Zum Trocknen legen Sie das Stoffspielzeug am besten an einen warmen Ort. Das kann der Heizkörper sein oder auch die Fußbodenheizung. Wichtig ist, dass Sie das Spielzeug liegend trocknen. Das Naturmaterial Im Inneren hat abhängig von der Außentemperatur eine lange Trockenzeit.

Wenn das ‚Fell‘ der Baumwollstofftiers nach dem Trocknen nicht mehr so schön aussehen sollte, dann können Sie es mit einer Handbürste vorsichtig bürsten. Bitte gehen Sie hierbei vorsichtig vor. 

Wenn auf dem Pflegehinweis des Herstellers das Stofftier als nicht waschbar deklariert ist, raten wir Ihnen von einer Wäsche ab. Bei Puppen kann zum Beispiel das Gesicht verwaschen werden oder die Füllung verklumpen.   

Ist das Stoffspielzeug nicht schmutzig und Sie möchten es einfach nur desinfizieren, um Milben, kleine Mikroorganismen und Bakterien abzutöten, dann legen Sie es in einem Gefrierbeutel für mindestens 24h in den Gefrierschrank.

Bei Fragen und Tipps zum Thema Pflege Ihres Stoffspielzeug, können Sie und jederzeit sehr gern kontaktieren.



Bio ist die Abkürzung für biologisch. Bio-Spielzeug ist demnach biologisches Spielzeug, also Spielzeug, das aus biologischen Materialien hergestellt wurde. Als biologische Materialien können nachwachsende Materialien bezeichnet werden, die in der Natur vorkommen und nicht, wie beispielsweise Plastik, industriell hergestellt werden.

Für Spielzeug spielen hier in erster Linie die biologischen Materialien Baumwolle, Schafwolle und Holz eine Rolle. Nach unserer Auffassung und nach der Auffassung der Marken, die wir führen, ist es nicht nur das Material an sich, dass das Qualitätsmerkmal  "bio" ausmacht, sondern es ist dessen Ursprung und Herstellungsverfahren.  Nach dieser Auffassung ist biologische Baumwolle, Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau, biologische Schafwolle ist Schafwolle aus kontrolliert biologischer Tierhaltung und "Bio"-Holz ist natürliches oder lediglich mit Pflanzenöl behandeltes Holz.

Die Baumwollpflanze ist eine Kulturpflanze an deren Samen sich lange Samenhaare befinden, die für die Herstellung von textilen Flächen verwendet werden. Da der Bedarf an Baumwolle stetig wächst und Erträge maximiert werden sollen, wird der Überwiegende Anteil der Baumwolle in riesigen Monokulturen angebaut, chemisch gedüngt, mit Pestiziden vor Schädlingsbefall geschützt und maschinell und ebenfalls unter Einsatz von chemischen Entlaubungsmitteln geerntet. Das ist verständlicherweise alles andere als bio und das Endprodukt ist mit Sicherheit schadstoffbelastet. Anders der Anbau von kontrolliert biologisch angebauter Baumwolle: Diese muss nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus durchgeführt werden, deren Einhaltung von unabhängigen Institutionen jährlich überprüft wird. Die gewonnene Baumwolle wird daraufhin entsprechend zertifiziert. Kontrolliert biologisch angebaute Baumwolle muss folgende Kriterien erfüllen:

- Der Boden des Anbaugebietes darf drei Jahre lang nicht mit Chemiedünger gedüngt worden sein.

- Der Anbau erfolgt in Fruchtfolge und Mischkultur (keine Monokultur)

 - Der Boden wird mit natürlichen Düngemitteln wie Mulch und Mist gedüngt

- Die Schädlingsbekämpfung wird, wenn sie erforderlich ist, ökologisch durchgeführt (zum Beispiel mit Duftlockstoffen).

- Unkraut wird mechanisch beseitigt

- die Baumwolle wird per Hand geerntet

- Kein Anbau von genetisch veränderten Baumwollpflanzen.

- Genereller Verzicht auf Chemikalien.

Diese Art des Anbaus sorgt nicht nur dafür, dass die Baumwolle wirklich bio ist, sondern hat noch einen weiteren Vorteil: Die Menschen, die bei dieser Anbauweise beschäftigt sind, werden ebenfalls nicht chemischen Stoffen ausgesetzt und somit übernimmt der Produktionsbetrieb soziale Verantwortung und schützt die Gesundheit seiner Mitarbeiter.

GOTS ist die Abkürzung für Global Organic Textile Standard. Der GOTS Standard legt für die gesamte Lieferkette der Textil- und Bekleidungsproduktion, bei der biologisch erzeugte Rohstoffen wie kba Baumwolle verarbeitet werden, Anforderungen fest. Bei diesen Anforderungen handelt es sich zum Einen um umwelttechnische Anforderungen und zum Anderen um die Einhaltung von Sozialkriterien. Umwelttechnische Anforderungen sind zum Beispiel:

- Einsatz von Bleichmitteln, die auf Sauerstoff basieren (keine Chlorbleiche)

- Alle eingesetzten Chemikalien (Farben, Hilfsmittel usw.) müssen vor Einsatz kontrolliert werden und die Grundanforderungen bezüglich biologischer Abbaubarkeit erfüllen

- Alle Betriebe müssen über ein eigenes Umweltschutzprogramm mit Zielvorgaben und Zielverfahren verfügen, um Abwässer und Abfall zu minimieren

- Das Verpackungsmaterial für die Endprodukte, die den Betrieb verlassen, darf kein PVC enthalten und verwendete Pappe und Papier muss FSC oder PEFC zertifiziert oder recycelt sein.

Bei den Sozialkriterien handelt es sich um soziale Mindestkriterien auf Grundlage der Kernnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). So müssen beispielsweise Standards erfüllt sein, um die Arbeit sicher und hygienisch ausführen zu können, Kinderarbeit ist verboten, ein Mindestlohn wird gezahlt und Diskriminierung ist untersagt.

Die Zertifizierung wird von unabhängigen, speziell akkreditierten Prüfinstituten auf Basis des GOTS-Überwachungssystems durch Vor-Ort-Inspektionen und Rückstandsanalysen durchgeführt.

Die GOTS zertifiziert also nicht nur den Rohstoff, sondern vor allem das Endprodukt, also den Stoff. Zum Beispiel den Baumwollplüsch, der von plü natur und Efie verarbeitet wird. Damit ist die GOTS-Zertifizierung noch umfangreicher.

Die kontrolliert biologische Tierhaltung unterliegt ebenfalls den Richtlinien für den ökologischen Landbau. Oberste Priorität hat hierbei die artgerechte Tierhaltung im Einklang mit der Natur und der respektvolle Umgang mit dem Tier. Die Schafe bekommen artgerechtes Futter aus biologischem Anbau. Mastfutter, genetisch verändertes Futter sowie das Düngen der Wiesen, auf denen die Schafe grasen, ist verboten. Die Schafe pflanzen sich auf natürliche Art fort und jegliche Art der Eingriffe am Tier, wie das Kupieren, sind untersagt.

Die Hersteller Nanchen Natur, plü natur und Senger Tierpuppen füllen Ihre Produkte mit kbT Schafwolle. Diese stammt von deutschen Bioland Schafen, die lebend geschoren werden.

Die kbT Schafwolle ist also nicht nur gesünder für Eure Kinder, sondern Ihr könnt Euch sicher sein, dass die Schafe, von denen die Wolle stammt, ein schönes Leben haben und wissen, was eine schöne grüne Wiese ist.